Teambuilding und Teamwork im Segel Team Alinghi

Das Segel Team Alignhi als Hochleistungsteam

Ein Team von Wissenschaftlern um Prof. Dr. Wolfgang Jenewein von der Universität St. Gallen haben Studien zu Hochleistungsteams durchgeführt. Auf ihrer Suche nach den Geheimnissen für erfolgreiches Teamwork haben die Forscher u.a. das Segel-Team Alinghi und die deutsche Fußball-Männer-Nationalmannschaft über einen längeren Zeitraum im Rahmen ihrer Forschungen begleitet.

Möchten Sie mehr über die Geheimnisse für erfolgreiches Teamwork im Segel Team Alinghi erfahren? Lesen hilft: Die Ergebnisse der Studien sind unter dem Buchtitel „High-Performance-Teams – Die fünf Erfolgsprinzipien für Führung und Zusammenarbeit“ von Wolfgang Jenewein und Felicitas Morhart veröffentlicht worden.
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Erfolgsprinzip 1: Teambildung + Mission

Die Mission als Daseinsberechtigung und Orientierung in Krisen

Ein Punkt unterscheidet Gruppen von Teams: Gruppen entstehen durch aktive oder passive Gruppierungen von Individuen. Ein Team hingegen entsteht als Kollektiv immer dann, wenn sich Individuen zur Erreichung eines Ziels zusammenschliessen. Durch den gemeinsamen Einsatz, die kollektive Energie und eine besondere Achtsamkeit untereinander sind Charakteristika von Teamwork in Hochleistungsteams. Zwingende Vorraussetzung hierfür ist es, dass die Individuen einen Sinn in der gemeinsamen Sache sehen und ebensfalls erkennen, dass sie diesen Sinn und das Ziel mit den anderen Teammitgliedern teilen. Daher sind Kommunikation und diskursive Sinnstiftung in Hochleistungsteams unerlässlich. Sie sind bereits Teil des Teamwork. Teambildung und Teamarbeit führen deshalb nur dann zum Ziel, wenn alle Teammitglieder aus ihren jeweiligen Perspektiven ein gemeinsames Ziel vor Augen haben. Aus diesem Ziel leitet sich die Existenzberechtigung des Teams ab und die Bereitschaft seiner Mitglieder, vollen Einsatz im Dienst für die Sache zu erbringen.

Erfolgsprinzip 2: Teamaufbau + Teamentwicklung

Gute Player zahlen sich in der Teamarbeit aus

Sprechen wir mal über Kosten: Für Hochleistungsteams ist eine Fehlentscheidung in der Personalauswahl gravierender, als einen High-Performer als Mitarbeiter und Teammitglied abzulehnen. Die Kosten dieser Fehlentscheidung summieren sich aus Opportunitätskosten wie auch Folgekosten durch erschwerte Teambildung und defizitäre Teamarbeit. Erfolgkritische Selektionskriterien für die Personalentscheidungen des Teammanagement sind hierbei sowohl in der fachlichen Qualifikation, als auch in der menschlichen Passung zu suchen. Für erfolgreiches Teamwork muss daher somit von der Selektion der Mitglieder an ein besonderes Augenmerk auf die Teammitglieder gelegt werden, denn wie heißt es so schön im Volksmund:

„Eine Kette ist so stark,
wie ihr schwachstes Glied.“

So drastisch stellt sich der Sachverhalt im Teamwork zwar nicht dar, denn erfolgreiche Teamarbeit unter einigen der Teammitglieder kann die defizitären Leistungen einzelner bis zu einem gewissen Punkt kompensieren. Fraglich bleibt in diesem Fall jedoch, ob das resultierende Teamwork tatsächlich dem Anspruch eines Hochleistungsteams entsprechen kann, da Teambildung, Teamarbeit und Teamzusammenhalt unter Umständen ohne das unpassende Teammitglied eine höhere Qualität erreichen könnten.

Erfolgsprinzip 3: Teamstruktur + Rollen

Koordination in der Teamarbeit durch heterarchische Team-Organisation

„Das Ganze ist mehr
als die Summe seiner Teile“

Aristoteles

Höchstleistung entsteht aus Synergien. Und damit diese eintreten muss jede kleinste Kleinigkeit laufen wie am Schnürchen. Bei Segelteams müssen Manöver routiniert ablaufen, in der Fussballmannschaft muss jeder Spielzug sitzen und jeder Pass sein Ziel erreichen. Nur wenn alles „läuft wie geschmiert“ kann Teamarbeit in Höchstleistung münden und erfolgreiches Teamwork zum Ergebnis haben. Hierzu muss jedes Teammitglied individuelle Höchstleistung erbringen und sich mit seinen Stärken in Teambildung und Teamarbeit einbringen. Damit dies gelingt müssen dem einzelnen Teammitglied Gestaltungsfreiräume eröffnet werden, in denen es seine Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen im Interesse des gesamten Teams nach dessen Prämissen trifft. Diese Kombination aus Zentralisierung und Dezentralisierung wird als heterarchische Organisation bezeichnet und ist typisch für Teams in Hochleistungsorganisationen.

Heterarchien entstehen selten durch Vorgaben, sondern wachsen organisch mit steigendem Vertrauen und gesteigerter Vertrautheit im Team. Hierzu ist Zeit notwendig, denn die verschiedenen Modi der Selbstorganisation der persönlichen und mediatisierten Kommunikation müssen vorsichtig erprobt werden, bevor sie in der Team-Kultur verankert und gefestig werden. Ist die geeignete Form durch achtsames Teambildung gefunden, funktioniert das Teamwork, was das Team als Hochleistungsteam bestätigt.

Erfolgsprinzip 4:

Teamwork + Teamkompetenzen: Teamarbeit besteht aus Prozessen, Spielregeln und Feedbackschleifen

Wo Menschen zusammenkommen, bleiben Konflikte nicht aus. Der Umgang mit ihnen ist entscheidend für erfolgreiches Teamwork. Konflikte sind meist die Folge unterschiedlicher Erwartungen, Ansichten und Perspektiven. Hochleistungsteams versuchen Konflikte an einigen Stellen zu nutzen, um in der Einheit der Unterschiede Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln zu durchleuchten. Hierzu ist es wichtig, eine Sensibilität für die Ursachen und Möglichkeiten für und durch Konflikte im Team zu entwickeln. Vier Konfliktfelder werden in der gängigen Literatur bei der Zusammenarbeit in Teams differenziert:

  • Elastizität der Stelle: Der Grad der eingeräumten Arbeitsautonomie
  • Koopetition: Akteuere im Spannungsfeld zwischen internem Wettbewerb und sozialem Ausgleich durch Kooperation
  • Kommunikations-Management: Austausch und Informationsfluss, Feedback und Abstimmung, Lernen durch Erfahrungsaustausch
  • Konflikt-Management: Welche Spielregeln helfen dem Team, einen konstruktiven Umgang mit Konflikten zu entwickeln?

Teams müssen die Spielregeln für den Umgang mit Konflikten gemeinsam entwickeln. Hierbei kann eine professionelle Moderation durch Coaching von großer Hilfe sein. Zur Sicherung von erfolgreichem Teamwork erfolgt die Fixierung der Spielregeln im Team in schriftlicher oder verbindlicher mündlicher Form, um einen Referenzpunkt für die Entwicklung der Teamkultur zu setzen. So können die vier Konfliktfelder für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Team konstruktiv genutzt werden.

Die Team-Mitglieder werden mit dem Ziel „Erfolgreiches Teamwork“ mit einem hohen Maß an Autonomie ausgestattet. Selbstverantwortung, Selbstorganisation und Selbstregulation werden durch Erprobung und Fixierung in der Teamkultur verankert, um sie in der anschliessenden Erprobung wieder auf ihre Eignung zu überprüfen und erneut in Frage zu stellen. Mit der Unterstützung der Spielregen für erfolgreiches Teamwork können Hochleistungsteams Konflikte als fruchtbare Täler nutzbar machen und zu Erreichung ihrer Ziele bestellen: Evolution durch Sensibilität und der Nutzung von konflikten zur Teamentwicklung.

Erfolgsprinzip 5: Team Management

Konsequente Zielverfolgung – in guten wie in schlechten Zeiten

Festgelegte Ziele werden konsequent verfolgt. Aber nicht auf komme was wolle, sondern mit bedachten und entschiedenem Ressourceneinsatz. Auch vor dem Hintergrund  von Widerstände werden einmal festgelegte Ziele nicht aus den Augen verloren. Vielmehr werden Widerstände und Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Optionen und Alternativen genutzt, um durch gemeinsam getroffene Entscheidung die Willenskraft aufrechtzuerhalten und die Teammotivation zu erhöhen. Internen Machtspielen wird durch Kommunikation und Vertrauen begegnet, um die Energie konstruktiv zu nutzen. Diese gemeinsame Intervention von Teams in Krisen stärken Zusammenhalt und Zusammenspiel zwischen den Teammitgliedern.

Die 5 Erfolgsprinzipien des Segel Team Alinghi in einem Teamevent

Die fünf Erfolgsprinzipien für Teambuilding und Teamwork sind Inhalt in Teambuildings und Teamtrainings von GESAMTKUNSTWERK.BIZ Management Beratung, bei denen ZUSAMMENSPIEL Kettenreaktionen zum Einsatz kommen.