Der Lauf der Dinge von Fischli und Weiss

Das Schweizer Künsterduo Fischli und Weiss bot mit „Dem Lauf der Dinge“ auf der Documenta 8 im Jahre 1987 eine Videoinstallation dar, bei der sich etwa ein halbe Stunde lange eine Kettenreaktion vor den Augen des faszinierten Publikums abspielte.

Die Website des medienkunstnetz.de zitiert Fischli und Weiss zu ihrer Installation auf der Documenta 8: „Es geht in diesem Film natürlich auch um das Problem von Schuld und Unschuld. Ein Gegenstand ist schuld, dass es nicht weiter geht, und auch schuld, wenn es weitergeht.[..] Es gibt ein eindeutiges RICHTIG bei unseren Versuchen; das ist, wenn es funktioniert, wenn dieses Gestell zusammenbricht. Dann gibt es noch ein SCHÖN gleichsam über diesem RICHTIG; das ist, wenn es knapp wird oder wenn dieses Gestell zusammenbricht, wie wir es wollen, nämlich langsam und kompliziert, dann ist es schön zusammengebrochen. Also liegt die Ästhetik auf dem Funktionieren drauf wie die Butter auf dem Butterbrot, ziemlich dünn und gleichmässig.“

Medienkunst schreibt weiter:
„Diese artistische Versuchsanordnung alltäglichster Dinge ist eine Kettenreaktion, ein kontrolliertes Happening nach den Gesetzen der Physik und Chemie, den Notwendigkeiten und Zufällen einer prekären Situation, die man auch als »Ordnung aus Schwankungen« bezeichnen kann. Die Kamera folgt fasziniert dem Ereignis, das seinen »Lauf nimmt« und (fast) ohne Schnitt einen 1/2-stündigen Prozeß dokumentiert. Mit diesem Video landeten Fischli/Weiss einen der Publikumsrenner der documenta 8.“

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu der Kettenreaktion von Fischli und Weiss
Hier finden Sie Informationen zu dem Teambuilding Kettenreaktion.